Gartenteam von Das Geld hängt an den Bäumen

Hamburgs sozialer Apfelsaft

Mit Herz und Seele betreiben wir unsere kleine Hamburger Saft-Manufaktur, ein lokales, gemeinnütziges Unternehmen. Gemeinsam mit freiwilligen Helfern ernten Menschen mit Handicap Äpfel auf Streuobstwiesen, in Privatgärten und überall dort, wo sie an den Bäumen hängen bleiben. Aus dieser Ernte presst eine traditionelle Familien-Mosterei naturtrüben Direktsaft. Der besteht aus 100% Natur und 0% Zusatzstoffen. Jeder Cent, den wir mit dem Verkauf unserer Säfte einnehmen, bleibt vollständig im Unternehmen und finanziert so die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter.

Wie alles begann

Sir Isaac Newton, der im Jahre 1665 unter einem Apfelbaum saß und die Entdeckung der Erdanziehung machte, fiel ein Apfel auf den Kopf. So sagt man. Der Apfelbaum als Ort der Inspiration, als Ort, Dinge in Ruhe zu beobachten.

Kaum 344 Jahre später fiel Gründer Jan Schierhorn unter dem heimischen Apfelbaum zwar kein Apfel auf den Kopf, aber etwas Besonderes auf: Was um alles in der Welt soll ich mit so vielen Äpfeln anfangen? Und: Wenn die Erträge eines Baumes schon zu viel sind für eine fünfköpfige Familie, wie ergeht es den Menschen, die den ganzen Garten voller Obstgehölz stehen haben?

Sehr schnell wurde klar: Unmengen von Obst landen jedes Jahr vom Baum direkt im Kompost. Irrsinn! Jans Idee: Statt das Obst vergammeln zu lassen, sollten Apfelspenden aus der Bevölkerung, von den Streuobstwiesen der Stadt Hamburg und in die Tage gekommenen Obstbauern zu leckerem Saft verarbeitet werden. Verkauft man diesen, müssten doch eigentlich damit Arbeitsplätze zu schaffen sein?!

Gesagt, getan. Beziehungsweise Idee aufgeschrieben und bei der Körber-Stiftung im Rahmen der Initiative Anstiften! eingereicht. Die renommierte Hamburger Stiftung fand unsere Idee gut und unterstützte den Firmenstart mit einer Spende von € 10.000,-. So konnten wir uns ein kleines -sehr kleines- Auslieferfahrzeug kaufen. So entstand auch gleich der erste Arbeitsplatz für den ersten festangestellten Mitarbeiter: Willkommen Andreas.

Das war 2009.

Wo auch immer wir unsere Geschichte erzählten: Es schien so, als hätten viele auf uns gewartet. Die Äpfel endlich nicht mehr auf den Kompost werfen, sondern sinnvoll nutzen. Einem guten Zweck zuführen. Der Zuspruch und somit die Spenden aus der Bevölkerung waren so groß, dass wir aus den geplanten 500 Abfüllungen aus dem Stand 9000 Flaschen abfüllen konnten.

2011 haben wir angefangen, mit Kindergärten und Hamburger Unternehmen gemeinsame Pflücktage zu organisieren. Bei diesen Social Days lernen Kinder oder Angestellte größerer Firmen, wie einfach soziales Engagement sein kann. Social Days führen wir gerne durch, schaffen sie doch Sichtbarkeit und Begegnungen von sehr unterschiedlichen Menschen, die sich im Alltag sonst eher nicht begegnen würden.

Unser Klassiker ist schlank, groß und wohlschmeckend: Apfelsaft in der 0,75l Flasche. Superlecker! Weil unsere Kunden immer häufiger nachgefragt hatten, haben wir uns 2011 entschieden, auch in kleine Flaschen abzufüllen. Etwas bauchiger im Design als die große Schwester, aber ebenso wohlschmeckend. Mittlerweile stehen unsere kleinen Freunde nicht nur beim Bürgermeister auf dem Schreibtisch, sondern auch auf vielen Besprechungstischen Hamburger Firmen.

Da wir unmöglich noch mehr guten Geschmack in unseren Apfelsaft hineinbekommen konnten, haben wir an weiteren Säften experimentiert. Mittlerweile haben wir eine kleine Familie an wohlschmeckenden Säften und Schorlen im Programm. Alle auf Basis von Apfelsaft: Rhabarber, Johannisbeere, Holunder, Birne. Und immer noch gilt: Was die Natur uns schenkt kommt in die Flasche. Nichts anderes!

 

Apfelsaft von Das Geld hängt an den bäumen
Säfte und Schorlen von Das Geld hängt an den Bäumen

 

Bei uns geht es um viel mehr als nur Saft. Wir wollen Situationen schaffen, die selbstverständlich Menschen mit und ohne Behinderung miteinander verbinden.

Unsere kleine Firma wächst. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Mal durch neue Säfte, mal durch einen weiteren Mitarbeiter oder durch größere Ernten, mal durch eine neue Etikettiermaschine.

Es ist ein großes Geschenk für jeden von uns miteinander arbeiten zu dürfen. Damit wir dieses Geschenk auch gut behandeln, tauschen wir uns regelmäßig darüber aus, was bei jedem von uns im Leben gerade passiert. Vom Ärger mit dem Vermieter bis hin zum anstehenden Urlaub. Oder wie Olaf sagen würde Scheiß Gelaber immer!

Aus Jans Idee unter dem heimischen Apfelbaum ist längst eine WIR-Geschichte geworden. Wir haben mittlerweile ein Team von über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Jeder einzelne von uns trägt die Idee in sich und ermöglicht so ein gemeinschaftliches Wachstum. Wir haben noch einen Sack voller Ideen, die wir gerne umsetzen möchten. Langsam, nach unserem Tempo, aber so, wie wir alles machen: Mit ganz viel Herz.

Das Geld hängt an den Bäumen bei der Arbeit zwischen den Apfelbäumen
Jan Schierhorn der Gründer von Das Geld hängt an den Bäumen

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DAS GELD HÄNGT AN DEN BÄUMEN

Das Geld hängt an den Bäumen gGmbH
Harkortstraße 79
22765 Hamburg


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